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Schwerpunkt plastische und rekonstruktive Chirurgie
Das körperliche und seelische Wohlbefinden wird stark von der Ästhetik bestimmt. Das wünschenswerte Äußere wird dabei von vielen persönlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren beeinflusst. Wir versuchen, in einem individuellen Behandlungskonzept den vielfältigen Bedürfnissen optimal Rechnung zu tragen.
Unser Behandlungs- und Operationsspektrum umfasst u.a.:
Korrektur der Nasenform
Formveränderungen der Nase können viele Ursachen haben. Am häufigsten entstehen diese nach Verletzungen des knöchernen Nasengerüsts, z.B. nach Unfällen oder Stürzen. In der Folge können sich dann Schiefnasen, Höckernasen, Sattelnasen oder kombinierte Fehlstellungen ausbilden. Häufig ist zusätzlich zur äußeren Nase auch die Nasenscheidewand mitbetroffen. Viele Patienten leiden daher neben einer kosmetisch unschönen Nasenform auch an einer behinderten Nasenatmung. Das Ziel einer plastischen Nasenkorrektur ist einerseits die Wiederherstellung einer ästhetisch schönen äußeren Nase zur Verbesserung des Aussehens passend zur Harmonie des gesamten Gesichtes. Andererseits ist für das Wohlbefinden der Patienten auch die Funktion der Nase mit guter Nasenatmung von großer Bedeutung.
Mit der computergestützten Simulation der nasalen Strömung kann die Ursache der behinderten Nasenatmung besser analysiert und die geeignete Operationstechnik zur Erzielung einer freien Nasenatmung bestimmt werden.
Man unterscheidet eine geschlossene und eine offene Technik bei der plastischen Nasenkorrektur (Septorhinoplastik). Bei der geschlossene Technik werden alle operativen Schritte von innen, das heißt ohne Schnitte von außen, durchgeführt. In manchen Fällen ist es jedoch erforderlich, über einen kleinen Schnitt am Nasensteg den Nasenrücken freizulegen. Bei schwierigen Nasenkorrekturen und Zweitoperationen erhält man so einen besseren Überblick über die knorpeligen bzw. knöchernen Strukturen der Nasenspitze und des Nasenrückens. Der Schnitt verheilt in der Regel ohne sichtbare Narbe. Mit beiden Techniken lassen sich Nasenhöcker abtragen, die Nasenspitze anheben und sowie die Nase insgesamt verschmälern. Um das knöcherne Nasengerüst korrigieren zu können, sind sog. Osteotomien, das heißt Bemeißelungen des Knochens, notwendig. Mit feinen Instrumenten lassen sich kleinere Unregelmäßigkeiten beseitigen. Im gleichen operativen Eingriff erfolgt auch die Korrektur der Nasenscheidewand, wenn hier Verbiegen vorliegen, die die Nasenatmung beeinträchtigen. Wenn durch Voroperationen, Entzündungen oder ausgeprägte Verletzungen der Nase Knorpelmaterial verlorengegangen ist, kann dieses durch Knorpel aus der Ohrmuschel oder aus der Rippe ersetzt werden.
Am Ende der Operation wird häufig für kurze Zeit eine Tamponade zur Blutstillung eingelegt und ein Nasenverband mit Nasenschiene angelegt.
Korrektur der Ohrmuschel
Ursachen für abstehende Ohren sind meist eine zu tief ausgeformte Ohrmuschel (sog. Cavum conchae) und eine zu schwach ausgebildete Faltung des Ohres in den oberen Abschnitten (sog. Anthelixfalte). Der optimale Zeitpunkt für eine Ohrmuschelkorrektur ist das Ende des 6. Lebensjahres, vor dem Eintritt in die Schule. Die Ohrmuschel ist dann schon voll ausgebildet und der Knorpel weich und gut formbar. Prinzipiell ist die Operation abstehender Ohren aber zu jedem Zeitpunkt, auch im Erwachsenenalter möglich.
Die Wahl der Operationstechnik, Schnitt-, Nahttechnik oder eine Kombination, hängt u.a. von der Art der Deformität und Dicke des Knorpels ab. Sie muss nach persönlicher Untersuchung und Beratung individuell festgelegt werden.
Kurz nach der Operation sind die Ohrmuschel in der Regel noch angeschwollen. Diese Schwellung bildet sich in wenigen Tagen bis zu ca. 2 Wochen komplett zurück. Nach 5 Tagen kann der Verband entfernt werden. Um die neu geformte Ohrmuschel keinen Scherkräften auszusetzen, empfehlen das Tragen eines Stirnbandes zur Nacht für 2 Wochen. Auf das Tragen eines Motorrradhelmes o.ä. sollte in den ersten 3 Monaten verzichtet werden. Das endgültige Ergebnis ist nach dieser Zeit erreicht. Auch die Narbe hinter dem Ohr verblasst und bildet sich in den ersten Monaten zurück.
Lidkorrektur
Der natürliche Alterungsprozess führt auch im Bereich der Augenpartie zur Erschlaffung der Haut und des Muskelgewebes. Dies kann zu Faltenbildungen und zur Ausbildung überschüssigen Gewebes führen. Darüber hinaus wölbt sich Fettgewebe aus der Augenhöhle (sog. periorbitales Fettgewebe) nach außen vor. Am Oberlid entstehen so die sog. „Schlupflider“, am Unterlid die sog. „Tränensäcke“. Beide Veränderungen können das Gesicht gealtert und die Augen müde erscheinen lassen.
Durch eine Lidkorrektur können "Schlupflider" und "Tränensäcke" korrigiert werden und die Augenregion damit optisch verjüngt werden. Der operative Eingriff wird in der Regel in örtlicher Betäubung vorgenommen. Da die Gefahr einer Nachblutung besteht, erfolgt eine Überwachung nach der Operation für eine Nacht.
Das Ausmaß der überschüssigen Haut wird vor der Operation beim sitzenden Patienten genau bestimmt und angezeichnet. Am Oberlid erfolgt der Hautschnitt einige Millimeter von der Lidkante entfernt, am Unterlid dicht unterhalb der Lidkante. Neben dem Hautüberschuss werden auch Anteile des darunterliegenden Muskelgewebe entfernt und ggf. gestrafft. Die aus der Augenhöhle hervortretenden Fettgewebspolster werden ebenfalls verkleinert. Die von uns verwendeten Nahtmaterialien sind so fein, dass die Hautschnitte nach der Operation kaum mehr erkennbar sind. In manchen Fällen lassen sich Korrekturen der Unterlider auch durch einen Zugang durch die Bindehaut vornehmen. Dann ist kein Hautschnitt erforderlich.
Face lift
Beim Face lift ist die Gefahr einer Gesichtsnervenverletzung (Nervus facialis) stets gegeben, insbesondere im Bereich der Unterlippe und der Stirn. Deshalb führen wir ein Face lift mit einem Fazialismonitoring durch, d.h. die Nervenaktivität wird während der Operation kontinuierlich gemessen. Dadurch treten Nervenverletzungen deutlich seltener auf.
Der natürliche Alterungsprozess führt auch im Gesicht und am Hals zum Verlust der jugendlichen Hautspannung. Neben der Haut selbst erschlaffen das Muskel- und Bindegewebe. Dies kann im Stirnbereich zu querverlaufenden, zwischen den Augenbrauen zu tiefen „Sorgenfalten“ führen. Die Augenbrauen treten tiefer. Das Unterhautfettgewebe im Wangen- und Halsbereich sinkt nach unten. Dadurch entstehen einerseits ein Hautüberschuss, andererseits kosmetisch unschöne Falten.
Zur Korrektur der Stirn- und Sorgenfalten mit gleichzeitiger Anhebung der Augenbrauen wird das sog. endoskopische Stirnlift angewendet. Die Falten des übrigen Gesichtsbereichs und des Halses werden mit dem klassischen „Face Lift“ behandelt. Abhängig davon, welche Regionen stärker betroffen sind bzw. welche Korrektur vom Patienten gewünscht wird, lassen sich beide Techniken getrennt von einander einsetzen. Selbstverständlich ist aber auch eine Kombination beider Verfahren in einem operativen Eingriff möglich. Ein Face lift hat das Ziel, die überschüssige Haut zu entfernen und das Bindegewebe in Richtung der ursprünglichen Lage wieder anzuheben.
Entfernung von Hauttumore und plastische Rekonstruktion
Neben kosmetisch störenden gutartigen, warzenförmigen Hauttumore müssen häufig Hautveränderungen entfernt werden, um einen bösartigen Tumor auszuschließen. Basaliome z.B. nehmen als Folge vermehrter Sonnenexposition der Gesichtshaut zu und verlangen eine vollständige Entfernung. Die plastische Rekonstruktion erfolgt direkt oder mittels lokaler Hautverschiebelappen oder Hauttransplantation so, dass ein möglichst gutes ästhetisches Ergebnis erzielt wird.
Narbenkorrekturen führen wir nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durch. Dies beinhaltet spezielle Techniken der Narbenentfernung,, Lappenbildung, Hautnaht sowie die Anwendung spezieller Medikamente und Hilfsmittel.
Botulinumtoxin
Botulinumtoxin ("Botox®") ist neuer Standard in der nicht operativen Faltenbehandlung im Gesicht. Diese Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin eignet sich insbesondere bei Stirnfalten und Zornesfalten oberhalb der Nase. Andere Anwendung betreffen besondere Kopfschmerzformen.
Filler
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